Der Landkreis Zwickau ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in den neuen Bundesländern. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seines kulturellen Erbes ist er einer der attraktivsten Lebensräume in Sachsen. Seine breit aufgestellte Bildungslandschaft garantiert eine durchgängige Betreuung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen.

Unsere moderne, dienstleistungsorientierte und familienfreundliche Landkreisverwaltung ist Dienstleister für rund 316.000 Bürgerinnen und Bürger und 14.000 Unternehmen und freut sich auf Ihre Mitarbeit!

Das Landratsamt Zwickau sucht

eine/einen Sozialarbeiterin/ Sozialarbeiter im Sozialpsychiatrischen Dienst
unter der Kennziffer 56/2020/DII
im Dezernat Jugend, Soziales und Bildung
für das Gesundheitsamt
in Vollzeit
Stellenbewertung Entgeltgruppe S 14 TVöD-VKA (bei Vorliegen der geforderten Qualifikation)
Beschäftigungsdauer befristet zur Vertretung bis August 2022 bzw. Juni 2023
Beschäftigungsbeginn 05.06.2020

Ihr Aufgabengebiet:

  • Sozialarbeiterische Beratung, Betreuung und Hilfeleistung nach dem Sächsischen Gesetz über die Hilfen und die Unterbringung bei psychischen Krankheiten
    - Einleitung von Maßnahmen zur Vermeidung von Eigen- und Fremdgefährdung bei Menschen mit psychischen Krankheiten
    - Ausübung von Tätigkeiten, die zur Entscheidung zur zwangsweisen Unterbringung psychisch kranker Menschen in Zusammenarbeit mit der Gerichtsbarkeit erforderlich sind

    Sicherstellung einer ganzheitlichen Beratung mit
    - Kontaktaufnahme in Komm- und Gehstruktur
    - Durchführung von Anhörungen zum rechtzeitigen Erkennen von Problemen und Auffälligkeiten und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses im direkten Gespräch
    - Klärung von Formalitäten und Voraussetzungen entsprechend des Sachverhaltes (im Amt, zu Hause oder in Kliniken) - Einleitung von Sofortmaßnahmen bzw. persönliche und wirtschaftliche Hilfen in Eigenverantwortung, z. B. auch durch Vermittlung von Beratungs- und Hilfsangeboten Dritter, des Gesundheitsamtes oder anderer Ämter
    - Krisenintervention
    - Erörterung der Situation mit Prüfung und Abwägung der Bedürfnisse und Wünsche des/der Hilfesuchenden
    - Fertigung von Aktenvermerken und Protokollen
    - Durchführung von Hausbesuchen

    Betreuung des/der Hilfesuchenden, der Angehörigen sowie Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld durch
    - Hilfe zur Selbsthilfe, u. a. Verwandten- und Nachbarschaftshilfe aktivieren, ähnliche Wege aufzeigen
    - Begleitung zu Ämtern und Behörden wie BA, Krankenkassen, Rentenversicherung, Sparkasse, Gerichten usw.
    - Hilfestellung bei der Ausfüllung oder Formulierung von Anträgen jeglicher Art
    - Kontaktvermittlung zu anderen Leistungserbringern wie Sozialstationen, Selbsthilfegruppen, besonderen Wohnformen u.ä.
    - Vermittlung von/Begleitung zu Ärzten, Kliniken bei Erkrankungen, Sucht, Drogenabhängigkeit und Betreuung während/nach Klinikaufenthalt
    - Unterbringung in Alten-, Pflege- u. a. Wohnheimen, wie Wohnheimen für Behinderte
    - Hilfe zur beruflichen Wiedereingliederung
    - regelmäßige Überprüfung der Situation im sozialen Umfeld, gemeinsame Einschätzung mit dem Betroffenen und seinem Umfeld zur Festlegung geeigneter Hilfemaßnahmen
    - regelmäßige Kontaktpflege und Beratungen mit anderen sozialen Diensten
    - Sicherstellung erforderlicher kurz-, mittel- oder langfristiger Nachbetreuung
    - Betreuung am Arbeitsplatz, einschließlich Beratung von Arbeitgebern, Betriebsräten und Kollegen sowie Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche
    - Organisation von Freizeit- und Erholungsmaßnahmen unter Einbeziehung der Laienhelfer
    - Krisenintervention und Mitarbeit bei einem psychosozialen Krisendienst
    - Gewinnung und Betreuung von Pflegefamilien
    - Betreuung von Suchtkranken, soweit ein spezifisches Beratungs- und Betreuungsangebot nicht vorhanden ist
    - Zusammenarbeit mit anderen Ämtern und Behörden, z. B.: Sozial-, Jugend-, Einwohnermelde-, Ordnungs-, Wohnungsamt, Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Arbeitsamt, Wohlfahrtsverbänden, Vermietern, Gerichten, Ärzten, Kliniken, Begegnungsstätten, Initiativgruppen, Integrationsämtern, der BA und sonstige Beratungsstellen
    - Gewinnung, Schulung und Anleitung von Laienhelfern

    Dokumentation der geleisteten sozialarbeiterischen Betreuung durch
    - Anfertigung von aussagekräftigen Aktenvermerken, Berichten, Protokollen zur Vervollständigung der Akten im Gesundheitsamt
    - Erledigung des Schriftwechsels bei Amtshilfeersuchen
    - Dokumentation in BADO-K
    - Überwachung der Erstellung und Durchführung von Hilfeplänen, Hilfeberichten usw.
    - Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten, Angehörigen, Eltern und Betreuern
    - Planung von Fort- und Weiterbildung (intern und extern)
  • Sicherung einer umfassenden Behindertenberatung, Hausbesuche, Eingliederungshilfen für geistig oder körperlich Behinderter
    - Durchführung von öffentlichen Beratungssprechstunden für Menschen, die behindert, chronisch krank oder von Behinderung bedroht sind sowie deren Angehörige bzw. gesetzliche Betreuer und weitere einschlägige ratsuchende Personen und zu Eingliederungshilfen nach dem Schwerbehindertenrecht
    - Besuche bei Betroffenen im häuslichen Umfeld bzw. in ihrer Lebensumwelt (Heim, Werkstatt für Behinderte, betreutes Wohnen) und Beratung zu verschiedenen Themenkomplexen
    - Informationen über Behandlungsmöglichkeiten, Rechte und Leistungsansprüche nach der Kranken-, Renten- und Unfallversicherung und Eingliederungshilfen nach dem Bundessozialhilfegesetz
    - Vermittlung von Pflegediensten und Aufklärung zum Pflegeversicherungsgesetz, zu technischen Hilfsmitteln für die lebenspraktische Bewältigung des Alltages
    - Unterstützung bei der Beschaffung von behindertengerechten Wohnraum, Parkerleichterung, sonstige Nachteilsausgleiche für Schwerbehinderte
    - Aktivierung der Selbsthilfe bei Ratsuchenden sowie Unterstützung und Begleitung bei Aufbau und Arbeit der Selbsthilfegruppen
    - Zusammenarbeit mit Behörden, Einrichtungen und Institutionen
    - Dokumentation zur geleisteten Betreuung (Berichte, Protokolle, Kontakte mit anderen Ämtern, Aktenführung, Schriftwechsel, Statistik)
  • Organisatorische und fallübergreifende Tätigkeiten
    - Aufbau und soweit notwendig Betreuung von Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige
    - Vertretung des Sachgebietes in Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft
    - Öffentlichkeitsarbeit
Unsere Erwartungen:
  • zum Einstellungszeitpunkt erfolgreich abgeschlossenes Studium zur/zum Sozialarbeiterin/ Sozialarbeiter oder Sozialpädagogin/ Sozialpädagoge mit staatlicher Anerkennung
  • hohe psychische und physische Belastbarkeit
  • Professionalität und Flexibilität im täglichen Arbeitsprozess
  • Höflichkeit, Freundlichkeit und Sensibilität im Umgang mit den Bürgern
  • wünschenswert sind Erfahrungen in der Arbeit mit psychisch, geistig oder körperlich Behinderten
  • sicherer Umgang mit den gängigen MS-Office-Programmen
  • PKW-Führerschein und Bereitschaft zur dienstlichen Nutzung des privaten PKW

Unser Angebot:

  • Einstellung als Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter nach TVöD-VKA
  • familienfreundliche flexible Arbeitszeiten (keine Kernzeiten)
  • alle Vorteile der (Sozial-)Leistungen des öffentlichen Dienstes, z. B. eine jährliche Sonderzahlung, vergünstigte Versicherungstarife, die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen, Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Tagen pro Kalenderjahr und eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung bei Anstellung nach TVöD
  • attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • umfangreiche Einarbeitung

Im Interesse der beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen Gleichgestellten im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX sind ebenfalls ausdrücklich willkommen. Ein entsprechender Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann reichen Sie bitte Ihre aussagefähige und vollständige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, ggf. Schul- und Abschlusszeugnisse mit Notenspiegel, Qualifikationsnachweise, lückenlose Arbeitszeugnisse und dienstliche Beurteilungen) elektronisch und unter Angabe der Kennziffer über unser elektronisches Bewerberportal ein.

Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab. Eingesendete Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt. Bei Fehlen des Rückumschlags werden die Unterlagen datenschutzkonform vernichtet.

Bewerbungsschluss: 19. April 2020

Wir weisen Sie darauf hin, dass nur vollständige und innerhalb der Bewerbungsfrist eingegangene Bewerbungsunterlagen im Auswahlverfahren berücksichtigt werden können.

Die/Der nach Durchführung des Stellenbesetzungsverfahrens für die Einstellung vorgesehene Bewerberin/Bewerber ist verpflichtet, ein Behördenführungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu beantragen und die Erstellungskosten zu tragen. Es ist nicht notwendig, bereits den Bewerbungsunterlagen ein Führungszeugnis beizufügen

 

 

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