Der Landkreis Zwickau ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in den neuen Bundesländern. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seines kulturellen Erbes ist er einer der attraktivsten Lebensräume in Sachsen. Seine breit aufgestellte Bildungslandschaft garantiert eine durchgängige Betreuung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen.

Unsere moderne, dienstleistungsorientierte und familienfreundliche Landkreisverwaltung ist Dienstleister für rund 311.000 Bürgerinnen und Bürger und 14.000 Unternehmen und freut sich auf Ihre Mitarbeit!

Das Landratsamt Zwickau sucht

eine/einen Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter Rückgriff Unterhaltsvorschussgesetz (w, m, d)
unter der Kennziffer 32/2023/DII
im Dezernat Jugend, Soziales und Bildung
für das Jugendamt/Sachgebiet Unterhaltsvorschuss
in Vollzeit 
Stellenbewertung Entgeltgruppe 9b TVöD-VKA
Beschäftigungsdauer unbefristet
Beschäftigungsbeginn 1. April 2023

Ihr Aufgabengebiet:

  • gerichtliche Geltendmachung der nach § 7 UVG übergegangenen Unterhaltsansprüche mittels Titelerwirkung durch Mahnverfahren, Antragsverfahren, vereinfachtes Verfahren, Antrag auf Titelherausgabe bzw. Titelergänzung oder –abänderung, im Einzelnen
    - Erstellen von Antragsschriften auf Herausgabe des Unterhaltstitels
    - Ausfertigung von Antragsschriften für Feststellungs- und Abänderungsanträge
    - Aufsetzen von Klageschriften gegen Drittschuldner
    - Ermittlung und Überwachung der Leistungs- und Zahlungsfähigkeit der Unterhaltspflichtigen einschließlich Nachforschungen zur Einkommenserzielung, Zahlungskontrollen
    - Festlegung und Überprüfung der Verjährungsunterbrechung
    - Vertretung des Landkreises Zwickau vor Gericht, z. B. bei Mahnverfahren nach ZPO, Antragsverfahren nach FamFG, Titelanpassungsverfahren, gerichtlichen Insolvenzverfahren, Vollstreckungsabwehrklagen
    - Vertretung anderer Städte/Landkreise vor Gericht im Rahmen der Amtshilfe
    - Erwirken von vollstreckbaren Ausfertigungen für und gegen Rechtsnachfolger, Veranlassung der Zustellung an Schuldner und Drittschuldner
    - Entscheidung über Ausfallleistungen
    - Nutzung der Rechtsmittel in allen gerichtlichen Verfahren
    - Einleitung von Ordnungswidrigkeiten gem. § 10 UVG, Zeugenaussage in Ordnungswidrigkeitsverfahren
    - Erstattung von Strafanzeigen nach § 170 StGB, Zeugenaussage in Strafverfahren

  • Durchsetzung der durch Titelerwirkung festgestellten Ansprüche im Rahmen von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, vor allem
    - Einleitung der Zwangsvollstreckung (z. B. Taschenpfändung, in Bankkonten, Forderungen, Grundvermögen, andere Vermögenswerte)
    - Erwirken von Pfändungs- und Überweisungsbeschlüssen und Zustellung an Schuldner und Drittschuldner durch die Gerichtsvollzieher
    - Antragstellung zur Abnahme der Eidesstattlichen Versicherung
    - Antragstellung auf Verhaftung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung
    - Nutzung der Rechtsmittel beim Vollstreckungsgericht (sofortige Beschwerde, Erinnerung)
    - Vorbereitung der Entscheidung über Ratenzahlung, Stundung, Niederschlagung
    - Entscheidung über Vollstreckungsverzicht

Unsere Erwartungen:

  • bis zum Besetzungszeitpunkt
    - erfolgreich abgeschlossene Hochschulausbildung (Diplomgrad mit dem Zusatz FH oder Bachelor) der Fachrichtungen Allgemeine Verwaltung oder Sozialverwaltung oder erfolgreich abgeschlossener vergleichbarer Studienabschluss oder
    - erfolgreich abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften oder
    - erfolgreich abgeschlossene Qualifizierung zum Verwaltungsfachwirt (Angestellten-Lehrgang II)
  • Rechtskenntnisse für die übertragenen Aufgaben (u. a. UVG, Richtlinien zum UVG, Sozialgesetzbücher I, II, VIII und X, Zivilprozessordnung, Bürgerliches Gesetzbuch, Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, Insolvenzordnung)
  • sehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Durchsetzungsvermögen beim Auftreten vor Gericht
  • Fähigkeit im Umgang mit wechselndem Klientel
  • wirtschaftliches Verantwortungsbewusstsein
  • sicherer Umgang mit den gängigen MS-Office-Programmen
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Fortbildungen
  • PKW-Führerschein und Bereitschaft zur dienstlichen Nutzung des privaten PKW

Unser Angebot:

  • Einstellung als Tarifbeschäftigter nach TVöD-VKA
  • familienfreundliche flexible Arbeitszeiten (keine Kernzeiten)
  • alle Vorteile der (Sozial-)Leistungen des öffentlichen Dienstes, z. B. eine jährliche Sonderzahlung, vergünstigte Versicherungstarife, die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen, Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Tagen pro Kalenderjahr und eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung bei Anstellung nach TVöD
  • attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • schrittweise Einarbeitung

Im Interesse der in der Landkreisverwaltung Zwickau angestrebten Chancengleichheit in allen Bereichen des Berufslebens sind Bewerbungen von Personen jeden Geschlechts gleichermaßen erwünscht. Die im Text verwendete Schreibform dient allein der Vereinfachung und steht für die geschlechtsneutrale Bezeichnung des Berufs.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen Gleichgestellten im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX sind ebenfalls ausdrücklich willkommen. Ein entsprechender Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann reichen Sie bitte Ihre aussagefähige und vollständige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Schul- und Abschlusszeugnisse mit Notenspiegel, Qualifikationsnachweise, lückenlose Arbeitszeugnisse und dienstliche Beurteilungen) elektronisch und unter Angabe der Kennziffer über unser elektronisches Bewerberportal ein.

Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab. Eingesendete Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt. Bei Fehlen des Rückumschlags werden die Unterlagen datenschutzkonform vernichtet.

Bewerbungsschluss: 29. Januar 2023

Wir weisen Sie darauf hin, dass nur vollständige und innerhalb der Bewerbungsfrist eingegangene Bewerbungsunterlagen im Auswahlverfahren berücksichtigt werden können.

Die Person, die nach Durchführung des Stellenbesetzungsverfahrens für die Einstellung vorgesehen ist, ist verpflichtet ein Behördenführungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu beantragen und die Erstellungskosten zu tragen. Es ist nicht notwendig, bereits den Bewerbungsunterlagen ein Führungszeugnis beizufügen.

 

 

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