Der Landkreis Zwickau ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in den neuen Bundesländern. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seines kulturellen Erbes ist er einer der attraktivsten Lebensräume in Sachsen. Seine breit aufgestellte Bildungslandschaft garantiert eine durchgängige Betreuung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen.

Unsere moderne, dienstleistungsorientierte und familienfreundliche Landkreisverwaltung ist Dienstleister für rund 312.000 Bürgerinnen und Bürger und 14.000 Unternehmen und freut sich auf Ihre Unterstützung!

Das Landratsamt Zwickau sucht

eine/einen Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter Hilfe in besonderen Lebenslagen
unter der Kennziffer 202/2021/DII
im Dezernat Jugend, Soziales und Bildung
für das Sozialamt / Sachgebiet Hilfe bei besonderen Lebenslagen
in Vollzeit
Stellenbewertung Entgeltgruppe 9b TVöD-VKA
Beschäftigungsdauer unbefristet
Beschäftigungsbeginn zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Ihr Aufgabengebiet:

  • Bearbeitung von Anträgen auf Leistungen in besonderen Lebenslagen nach dem 5./7. und 9. Kapitel SGB XII
    - Beratung zu familiären, persönlichen und finanziellen Angelegenheiten und über bestehende Hilfsmöglichkeiten
    - Feststellung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit
    - Ermittlung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers, ggf. Vervollständigung der Anträge
      durch ergänzende Recherchen entsprechend dem Amtsermittlungsgrundsatz
    - Vermittlung an andere Ämter und Beratungsstellen, evtl. Koordinierung von Maßnahmen
    - Veranlassung von amtsärztlichen Gutachten u./o. von Stellungnahmen des Sozialdienstes des Landkreises bzw. von
      Leistungserbringern
    - Festlegung des konkreten individuellen sozialhilferechtlichen Bedarfes, Prüfung der Angemessenheit und
      Notwendigkeit von Bedarfen
    - einkommens- und vermögensrechtliche Überprüfung
    - Festsetzung des einzusetzenden Einkommens bzw. des zu erhebenden Kostenbeitrages sowie Festsetzung des
      verwertbaren Vermögens
    - Bescheiderteilung zum Antrag mit Begründung der Entscheidung
    - fortlaufende Überarbeitung der Fälle bei Änderung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse
    - Zahlbarmachung und Überwachung des Zahlungsverkehrs, Wahrnehmung der Anordnungsbefugnis
    - Erstellung von Neufeststellungsbescheiden aufgrund von Veränderungen bzw. Tatbestandsvoraussetzungen
      einschließlich Aufhebung oder Rücknahme auch bestandskräftiger Bescheide, Abwägung des Vertrauensschutzes,
      der öffentlichen und privaten Interessen, Durchführung von Anhörungen
    - Erstellen von Rückforderungsbescheiden mit Überwachung des Zahlungsverkehrs, Haushaltsvollzug veranlassen
      und Vorbereitung von Stundungsentscheidungen mit und ohne Ratenzahlung sowie Niederschlagung unter
      Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Schuldner; Entscheidung zur Aufrechnung von Forderungen
    - Aktenführung
  • Bearbeitung von Anträgen auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem 3. und 4. Kapitel SGB XII für Empfänger von Leistungen nach dem 5., 7. und 9. Kapitel SGB XII (einzelne Tätigkeiten wie oben aufgeführt)
  • Bearbeitung von Anträgen nach dem Beruflichen Rehabilitierungsgesetz (BerRehaG)
  • Sachverhaltsermittlung bei Erkennen von Ordnungswidrigkeiten und Straftatbeständen
  • Bearbeitung von öffentlich-rechtlichen Erstattungsansprüchen, z. B. von Sozialleistungsträgern oder Dritten (Kostenersatz)
    - Ermittlung und Feststellung der Ansprüche
    - Geltendmachen von öffentlich-rechtlichen Erstattungsansprüchen

  • Bearbeitung von öffentlich-rechtlichen Erstattungsansprüchen, z. B. Kostenersatz durch Erben, und von zivilrechtlichen Ansprüchen, z. B. gegenüber Unterhaltspflichtigen, Schadenersatzpflichtigen und anderen, die kein Leistungsträger sind
    - Ermittlung und Feststellung der Ansprüche dem Grunde nach
    - bei Kostenersatz durch Erben: Prüfung von Freibeträgen
    - bei bestehenden Unterhaltsansprüchen: Inverzugsetzung Unterhaltspflichtiger, Anforderung zur Auskunft über
      Einkommen und Vermögen, Erstellen der Zahlungsaufforderung bei Ansprüchen gegenüber Eltern nach § 94 II
      SGB XII
    - Weiterleitung der Fälle an zuständigen Sachbearbeiter im Amt zur Weiterbearbeitung oder Ablage im Archiv (bei
      Kostenersatz durch Erben, wenn Freibetrag unterschritten)
  • Widerspruchsbearbeitung
    - Entgegennahme von Widersprüchen
    - Analyse des Widerspruchsbegehrens
    - Überprüfung der Bescheide auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit
    - bei rechtswidrigen Bescheiden: Erstellen eines Abhilfebescheides
    - bei rechtmäßigen Bescheide: Erörterung der Sach- und Rechtslage mit dem Widerspruchsführer => fallbezogene
      fachliche Stellungnahme an SGL
  • Beratung
    - Erteilung von Auskünften zur Antragstellung und zu Leistungsvoraussetzungen, Ausschlussgründen,
      Verfahrensrechten und –pflichten
    - Erörterung von Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Leistungen anderer Sozialleistungsträger und
      Rehabilitationsträger sowie von Stiftungen u. ä.
Unsere Erwartungen:
  • eine bis zum Besetzungstermin erfolgreich abgeschlossene
    - Hochschulausbildung (Diplomgrad mit dem Zusatz FH oder Bachelor) der Fachrichtungen Allgemeine Verwaltung
      oder Sozialverwaltung
      oder

    - Qualifizierung zur/zum Kommunalwirt/in bzw. Verwaltungsfachwirt/in (Angestellten-Lehrgang II)
      oder

    - geeignete Hochschulausbildung, vorzugsweise mit einschlägiger Erfahrung im Sozialleistungsbereich, sowie
      verbunden mit der Bereitschaft zur Qualifizierung zur/zum Kommunalwirt/in bzw. Verwaltungsfachwirt/in  
      (Angestellten- Lehrgang II)
      oder

    - Ausbildung zur/zum Verwaltungs-Betriebswirt/in (VWA), vorzugsweise mit einschlägiger Erfahrung im 
      Sozialleistungsbereich, sowie verbunden mit der Bereitschaft zur Qualifizierung zur/zum Kommunalwirt/in bzw.
      Verwaltungsfachwirt/in (Angestellten- Lehrgang II)
  • Rechtskenntnisse für die übertragenen Aufgaben (u. a. SGB I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX, X und XII, Sächsisches Ausführungsgesetz zum SGB, BGB, Landespflegegeldgesetze, Bestattungsgesetze, WoGG, BaföG, BVG, Aufenthaltsgesetz, EStG, VwZG, VwKG, SGG, VwVG, OWiG, AO, kommunales Haushaltsrecht, BerRehaG)
  • sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  • sicheres und überzeugendes Auftreten
  • sicherer Umgang mit den gängigen MS-Office-Programmen sowie geübter Umgang mit Datenbanksoftware
  • Bereitschaft zur Qualifizierung
  • Pkw-Führerschein und Bereitschaft zur dienstlichen Nutzung des Privat-Pkw

Unser Angebot:

  • unbefristete Einstellung als Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter nach TVöD-VKA
  • familienfreundliche flexible Arbeitszeiten (keine Kernzeiten)
  • alle Vorteile der (Sozial-)Leistungen des öffentlichen Dienstes, z. B. eine jährliche Sonderzahlung, vergünstigte Versicherungstarife, die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen, Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Tagen pro Kalenderjahr und eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung bei Anstellung nach TVöD
  • attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • schrittweise Einarbeitung

Im Interesse der beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen Gleichgestellten im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX sind ebenfalls ausdrücklich willkommen. Ein entsprechender Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann reichen Sie bitte Ihre aussagefähige und vollständige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Schul- und Abschlusszeugnisse mit Notenspiegel, Qualifikationsnachweise, lückenlose Arbeitszeugnisse und dienstliche Beurteilungen) elektronisch und unter Angabe der Kennziffer über unser elektronisches Bewerberportal ein.

Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab. Eingesendete Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt. Bei Fehlen des Rückumschlags werden die Unterlagen datenschutzkonform vernichtet.

Bewerbungsschluss: 17. Oktober 2021

Wir weisen Sie darauf hin, dass nur vollständige und innerhalb der Bewerbungsfrist eingegangene Bewerbungsunterlagen im Auswahlverfahren berücksichtigt werden können.

Die/Der nach Durchführung des Stellenbesetzungsverfahrens für die Einstellung vorgesehene Bewerberin/Bewerber ist verpflichtet, ein Behördenführungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu beantragen und die Erstellungskosten zu tragen. Es ist nicht notwendig, bereits den Bewerbungsunterlagen ein Führungszeugnis beizufügen.

 

 

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