Der Landkreis Zwickau ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in den neuen Bundesländern. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seines kulturellen Erbes ist er einer der attraktivsten Lebensräume in Sachsen. Seine breit aufgestellte Bildungslandschaft garantiert eine durchgängige Betreuung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen.

Unsere moderne, dienstleistungsorientierte und familienfreundliche Landkreisverwaltung ist Dienstleister für rund 316.000 Bürgerinnen und Bürger sowie 14.000 Unternehmen und freut sich auf Ihre Mitarbeit!

Das Landratsamt Zwickau sucht

eine/einen Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter Sozialer und Pädagogischer Dienst und Altenhilfe
unter der Kennziffer 39/2021/DII
im Dezernat Jugend, Soziales und Bildung
für das Sozialamt/Sachgebiet Hilfe für besondere Lebenslagen
in Vollzeit
Stellenbewertung Entgeltgruppe S 11b TVöD-VKA (bei Vorliegen der geforderten Qualifikation)
Beschäftigungsdauer befristet für 2 Jahre
Beschäftigungsbeginn 1. Mai 2021

Ihr Aufgabengebiet:

  • Bedarfsermittlung im Rahmen der Teilhabe- und Gesamtplanung, orientiert an International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), im Einzelnen
    - inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Hilfebedarfsermittlung, insbesondere
        ○ Auswertung vorhandener Unterlagen und Gutachten, erste Ermittlung zu möglichen Beeinträchtigungen und
          Teilhabehindernisse
        ○ Festlegung zum Umfang der Augenscheinnahme und Organisation derselben, auch Terminvereinbarung und
           Abstimmung mit Einrichtung
    - individuelle Bedarfsermittlung nach ICF bzw. ICF-CY Kriterien im Rahmen der integrierten Teilhabeplanung zur
      Umsetzung des Teil 1 und 2 SGB IX und des Gesamtplanverfahrens, vor allem
        ○ Durchführung von Augenscheinnahmen/Hospitationen, Hausbesuchen und Besuchen in den Einrichtungen/bei
           Trägern zur Bedarfsermittlung
        ○ Beratung des Leistungsberechtigten
        ○ Bedarfsermittlung anhand des Integrierten Teilhabeplanes (ITP) mit Feststellung der Fähigkeiten und
           Beeinträchtigungen, verfügbarer und aktivierbarer Selbsthilferessourcen, des notwendigen Hilfebedarfs und von
           erreichbaren sowie überprüfbaren Teilhabezielen unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts sowie der Angemessenheit, um eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen bzw. zu erleichtern, Dokumentation der Hilfebedarfsermittlung im ITP mit Zusatzblättern
        ○ Prüfung der Zumutbarkeit für gemeinsame Leistungserbringung bzw. besondere Wohnformen
        ○ Fallbesprechungen mit zuständigem Sachbearbeiter, ggf. beteiligten Rehaträgern oder weiteren Beteiligten
          (Sozialhilfeträger, Pflegekasse, Betreuungsbehörde usw.) zur Vorbereitung der Teilhabeplan-/Gesamtplan-
          konferenz
        ○ Suche geeigneter Leistungserbringer/Einrichtungen auf Grundlage der ermittelten Bedarfe/Kriterien sowie des
           Sicherstellungsauftrages unter Berücksichtigung sozialraumorientierter Hilfen, ggf. Vereinbarung von
           Probebetreuungen und Angebot an Betroffene/Sorgeberechtigte/Betreuer
        ○ Fallbesprechung mit Sachbearbeitung und einvernehmliche Festlegung zur Durchführung einer
           Gesamtplankonferenz bzw. Teilhabekonferenz, ggf. gemeinsame Einleitung, Durchführung und Leitung der
           Konferenz
        ○ Fortschreibung des ITP mit Überprüfungen der Zielvereinbarungen, der Wirksamkeit und weiteren Erforderlichkeit
           der Leistung sowie der Anpassung zu Art und/oder Umfang der Leistungen
    - Gespräche und Beratungen mit hilferelevanten Trägern und Einrichtungen
    - Erstellung von Sozialanamnesen/Sozialberichten unter Erfassung der persönlichen, familiären und örtlichen
      Umstände
    - Dokumentation und Statistik
  • Beratung, Betreuung und Unterstützung für Menschen mit Behinderung
    - Beratung zur
         o persönlichen Situation, den möglichen Bedarfen, der Stärkung der Selbsthilfe zur Teilhabe
         o den Leistungen der Eingliederungshilfe und den Zugang dazu
         o Leistungen anderer Leistungsträger
         o Verwaltungsabläufen
         o auf Hilfsmöglichkeiten im Sozialraum und Möglichkeiten der Leistungserbringung
         o Beratungsangebote im Sozialraum
         o Budgetberatung
    - Unterstützung durch
         o Hilfe bei Antragstellung
         o Klärung weiterer zuständiger Leistungsträger
         o Hinwirken auf zeitnahe Entscheidungen anderer Leistungsträger
         o Hilfe bei Mitwirkungspflichten und Inanspruchnahme von Leistungen
         o Hilfe bei Kontakten und Begleitung zu Leistungsanbietern einschließlich Entscheidung zu Leistungsanbietern
         o Hilfe bei der Erfüllung von Zielvereinbarungen und Verpflichtungen aus dem Bescheid
  • Beratung zu und Vermittlung von altersgerechten Hilfen, im Einzelnen
    - individuelle Beratung, Unterstützung und Aktivierung von hilfesuchenden Bürgern im Zusammenhang mit Hilfen im
      Alter (insbesondere Kapitel 5, 7 und 9 SGB XII)
    - Beratung zu familiären, persönlichen und finanziellen Angelegenheiten im Zusammenhang mit Hilfen im Alter
      (Sozialanamnese)
    - Beratung über bestehende Hilfeangebote und zu vorrangigen Ansprüchen
    - Koordinierung, Vermittlung und Unterstützung zur Inanspruchnahme von Leistungsangeboten, insbesondere
         o Einleitung von Sofortmaßnahmen bei Notfällen, ggf. Vermittlung an andere Ämter und Beratungsstellen
         o Unterstützung bei der Antragstellung auf soziale Leistungen
         o trägerneutrale Unterstützung bei Vermittlung und Aufnahme
              - in stationäre Pflegeeinrichtungen
              - von Pflegediensten, in altersgerechte Wohnformen
              - Begegnungsstätten
         o Anregung von Betreuungen nach Betreuungsgesetz, ggf. Vermittlung an Betreuungsbehörde
         o Durchführen von Hausbesuchen
    - Dokumentation/Statistik
  • Prüfung der Leistungsvoraussetzungen in Einzelfällen (Altenhilfe/ergänzende altersgerechte Hilfen)
    - Einzelfallbesprechungen mit Leistungssachbearbeitern
    - Durchführen von Hausbesuchen
    - Feststellung des Hilfebedarfes unter Berücksichtigung und Abwägung des notwendigen Hilfebedarfs, der Wünsche
      des Hilfesuchenden und der Wirtschaftlichkeit der Hilfe (ohne Feststellung von pflegerischen Bedarfen)
    - Prüfung alternativer Unterbringungs- und Hilfsmöglichkeiten
    - Hilfebedarfsplanung
    - Erstellung von Sozialanamnesen/Sozialberichten unter Erfassung der persönlichen, familiären und örtlichen
      Umstände (auch im Rahmen der Amtshilfe für andere Gebietskörperschaften)
    - Dokumentation/Statistik

Unsere Erwartungen:

  • - Abschluss als Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter oder Sozialpädagogin/Sozialpädagoge mit staatlicher Anerkennung
      (wünschenswert: heilpädagogischer Zusatzqualifikation) oder
    - Hochschulabschluss als Heilpädagogin/Heilpädagoge mit staatlicher Anerkennung oder
    - Abschluss als Kinderheitspädagogin/Kindheitspädagoge mit staatlicher Anerkennung 
  • umfassende Rechtskenntnisse für die übertragenen Aufgaben (u. a. SGB IX einschl. dazugehöriger Kommentare, Rechtsprechung, Verordnungen und Richtlinien, ICF, ICF-CY, ITP Sachsen, AGSGB, SGB I bis VIII, SGB XI, Bürgerliches Gesetzbuch, Wohngeldgesetz, SächsKitaG, IntegrVO, FrühV, BaföG)
  • Organisationstalent, Flexibilität und Mobilität
  • selbstständiges Handeln bei Problemsituationen
  • persönliche Eignung im Umgang mit den Klienten
  • kompetenter Umgang und korrektes Auftreten
  • sicherer Umgang mit den gängigen MS-Office-Programmen und geübter Umgang mit Datenbanksoftware
  • Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an fachlicher Qualifizierung
  • PKW-Führerschein und Bereitschaft zur dienstlichen Nutzung des privaten PKW
  • Nachweis über das Vorliegen einer Immunität gegen Masern (nur für Personen, die nach dem 31.12.1970 geboren sind)

Unser Angebot:

  • Einstellung als Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter nach TVöD-VKA
  • familienfreundliche flexible Arbeitszeiten (keine Kernzeiten)
  • alle Vorteile der (Sozial-)Leistungen des öffentlichen Dienstes, z. B. eine jährliche Sonderzahlung, vergünstigte Versicherungstarife, die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen, Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Tagen pro Kalenderjahr und eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung bei Anstellung nach TVöD
  • attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • schrittweise Einarbeitung

Die Beschäftigung erfolgt auf Grundlage von § 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Somit können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch nicht in einem Arbeitsverhältnis mit dem Freistaat Sachsen stehen oder standen.

Im Interesse der beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen Gleichgestellten im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX sind ebenfalls ausdrücklich willkommen. Ein entsprechender Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann reichen Sie bitte Ihre aussagefähige und vollständige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Schul- und Abschlusszeugnisse mit Notenspiegel, Qualifikationsnachweise, lückenlose Arbeitszeugnisse und dienstliche Beurteilungen) elektronisch und unter Angabe der Kennziffer über unser elektronisches Bewerberportal ein.

Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab. Eingesendete Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt. Bei Fehlen des Rückumschlags werden die Unterlagen datenschutzkonform vernichtet.

Bewerbungsschluss: 28. März 2021

Wir weisen Sie darauf hin, dass nur vollständige und innerhalb der Bewerbungsfrist eingegangene Bewerbungsunterlagen im Auswahlverfahren berücksichtigt werden können.

Die/Der nach Durchführung des Stellenbesetzungsverfahrens für die Einstellung vorgesehene Bewerberin/Bewerber ist verpflichtet, ein Behördenführungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu beantragen und die Erstellungskosten zu tragen. Es ist nicht notwendig, bereits den Bewerbungsunterlagen ein Führungszeugnis beizufügen.

 

 

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